AZ: Wortpiratin Mara Pfeiffer: Gute Pyro, schlechte Pyro! (Presselinks)

OPM, Freitag, 02.11.2018, 18:10 (vor 10 Tagen) @ MPO


Nachdem du dir ja auch nur wieder die Punkte rauspickst, wo man (krude) irgendwie dagegen"argumentieren" kann, verzichte ich mal auf dieses Aufdröselspielchen. Ich glaube, die Message ist klar.

Ich suche mir Punkte raus...ok...

Dass Frauen arbeiten gehen dürfen war verboten, Homosexualität war verboten...

Rauchen war mal überall erlaubt, Radioaktivität galt mal als großes Heilmittel, die Erde ist eine Scheibe...

Ja, was ich damit sagen wollte. Gesetze und Ansichten können sich verändern und es muss erlaubt sein einen anderen Standpunkt zu haben. Es ist verboten ist ein Totschlagargument, was nicht ausreicht. Dann musste schon begründen, warum ein Verbot sinnvoll ist, dann kann ich dir erwidern, dass man dann konsequent sein müsste und Silvester verbieten müsste...

Was mich an dem Thema stört ist immer dieser Gedanke einer Umerziehung, man möchte durch Bestrafung ein unliebsames Verhalten ändern.

Eine eher anti-autoritäre Erziehung scheint in der Tat nicht zu funktionieren. Im Gegenteil wird das Verhalten ja eher schlimmer (siehe Pyrofackeln, die dann einfach irgendwo hingelegt oder Unbedarften in die Hand gedrückt werden). Ich denke, eben deswegen wird es in absehbarer Zeit zu drastischeren Maßnahmen kommen. Blocksperren seitens DFB/DFL, erhöhte Sicherheit im Block (mehr Personal, Sichtkontrolle, direkter Eingriff schon bei Vermummung bspw. - bin kein Sicherheitsexperte, aber da wird sich sicherlich was machen lassen).

Auf den ersten satz bin ich eingegangen, Stadien sind heute sicherer als früher, die Verschlimmerung der Lage ist ein subjektives Empfinden deinerseits, der ja nichtmal ins Stadion geht. Drastischere Maßnahmen...Blocksperren, gabs schonmal sind umgangen worden und sind Sicherheitsrisiko, da Gäste sich dann Tickets für Heimbereiche besorgen. Eingriff im Block, hat man am Wochenende in Dortmund gesehen, sowas kann keiner wirklich wollen.

Generell: Ich verstehe solche Leute (ich nenne sie weder Ultras noch Fans) nicht. Da geht es nicht um Anfeuerung, Motivation oder irgendwas Positives, sondern nur noch um Widerstand gegen Gesetze und Regeln, gegen "das System". Persönlich habe ich nichts gegen ein bisserl Auflehnung, aber dafür gibt es wesentlich bessere Wege, die dann auch mehr Leute mitnehmen, wo man mehr für sich und seine Sache wirbt. Momentan verschärfen diese Leute aber nur noch die Situation und es wird sehr bald auch von der anderen Fanseite eskalieren ("Denunziantentum", handgreiflich werden gegen "diese Leute").

Generell ist auch hier deine Meinung subjektiv. Es gibt genügend Beispiele, wo Pyrotechnik als Stimmungsvoll wahrgenommen wurde. am Bruchweg gegen Bielefeld Ende der 90er, beim 100 Jahresspiel, beim Empfang der Mannschaft zum Euro League Einzug, beim Spiel in St. Etienne. Und eben auch bei Feuerwerken, Silvester etc. was ich sagen will...grundsätzlich übt Feuer, Pyrotechnik whatever eine gewisse Faszination auf Menschen aus. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Pyrotechnik ist sicher auch ein Zeichen von Protest, Widerstand, aber es allein darauf zu reduzieren ist mir zu polemisch. Das ist schon tiefer verankert in der Fankultur, schau mal in andere Länder. Machen die das alle nur aus Protest.
Dass sich die Lage verschärft ja, und tragen dazu beide Seiten ihren Teil bei, auch ja. Davon hab ich schon in meinem ersten Beitrag gesprochen, dass ich mir einen konstruktivereren Umgang wünschen würde. In Norwegen, Österreich, Schweiz, jetzt eben Dänemark gibt es progressivere Modelle und Ansätze dazu, aber hier in Deutschland beharren wir seit 20 Jahren erfolglos auf Law and Order.

Diese Pyrodeppen sind es, die die Fans entzweihen.

Kann man so und so sehen, ich bin eher bei Mara...

Hoffe zur vollsten Zufriedenheit beantwortet, obwohl mit dir zu diskutieren manchmal ist, wie mit einer Taube Schach zu spielen. Am Ende kackst du Beleidigungen aufs Brett und fliegst weg...


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