| Rechenweg stimmt, Ergebnis falsch |
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| Geschrieben von Michael | |
| 31.03.2010 | |
![]() Ein Lebenszeichen: Känguruh Felix Borja saß zumindest mal wieder auf der Ersatzbank! In Mathe war das immer toll. Auch wenn das Ergebnis nicht richtig war, hat man für den korrekten Rechenweg viele Punkte bekommen. Beim Spiel der 05er gegen Wolfsburg war das leider nicht der Fall. Die „Rechnungen“ auf dem Feld stimmten zwar alle, doch am Ende gab’s keine Punkte, weil – ja, weil Wolfsburg bei allem Bemühen um eine saftige Niederlage leider doch aus zwei Angriffen zwei Tore machte, während die 05er ihrerseits mit ihren üppigen Torchancen allzu freigiebig umgingen. Wirklich schade. Trotzdem schön: Man ging zufrieden nach Hause, weil a) die Mannschaft ein Riesenspiel abgeliefert hatte und b) die 05er seit Monaten nix mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben. So kammer abbeide! Fußballspiele zwischen Mainz 05 und dem VfL Wolfsburg stehen nicht gerade im Verdacht, Fußballklassiker zu sein – doch immerhin, das hab ich vom Sky-Reporter gelernt, gelten sie als besonders torreich. Immerhin fünf Tore sind durchschnittlich zu bejubeln, wenn der VW-Werksklub und der Karnevalsverein aufeinandertreffen. Geschichtsbeflissene Menschen erinnern gerne an jenes 5:4 im Aufstiegsendspiel 1997, jüngere Generationen an das 4:3 in Wolfsburg (als man beim Stand von 0:2 kurzzeitig sogar Tabellenführer war). Unvergesslich sicher auch das höchst verdiente 0:3 (ebenfalls in Wolfsburg), als die 05er sich durch einen nicht zu erwartenden Auswärtserfolg (und den einzigen Bundesliga-Einsatz von Jonas Sela) aller Abstiegssorgen entledigten – und beim Warmmachen Franz-Xaver Wacks Frisur hochleben ließen. Dem gegenüber war der Vergleich anno 2010 wohl eher nur eine Randnotiz. Der amtierende Meister Wolfsburg (man mag’s kaum glauben!) lieferte über 80 Minuten eine kümmerliche Darbietung ab, während die 05er fast meisterlich spielten, kämpften und kombinierten – am Ende aber Zählbares verpassten. Ganz im Gegensatz zu den Wolfsburgern. Denen reichten zwei Geniestreiche gegen langsam müde werdende 05er-Abwehrrecken, um vollkommen unverdient drei Punkte aus dem Bruchwegstadion zu entführen. Die Analogie, die Thomas Tuchel anschließend zum Tennis suchte („Dort hätten wir in drei oder vier Sätzen gewonnen!“) und sein abschließendes – fast kloppoeskes – Fazit („Im Fußball gewinnt nicht immer die stärkere Mannschaft!“), sprachen da Bände. Sonstige Nebengeräusche waren übrigens nicht zu verzeichnen, sieht man mal von der Tatsache ab, dass es sich Wolfsburgs 40-Millionen-Euro-Mann Edin Dzeko mit zunehmender Spieldauer mit dem Mainzer Publikum verscherzte, um am Ende eiskalt zuzuschlagen – und anschließend den Mainzer Fans via Ohrmuschel zu verklickern: „Ich höre ja gar nichts.“ Vielleicht nachvollziehbar, wenn man zuvor permanent ausgepfiffen wurde, andererseits hat das ein solcher Klassemann wie Dzeko doch eigentlich nicht nötig, oder? Sei’s drum, in der Bundesliga werden wir ihn nach dieser Saison ohnehin nicht mehr sehen. Damit ist sicher allen (den Mainzer Fans wie auch dem Spieler) gedient. Der scheffelt dann seine Euros dank Berlusconis Medienimperium beim AC Mailand, und wir 05er hoffen vielleicht auf ein Freundschaftsspiel gegen die aktuellen Klubs von Sascha Rösler oder Fatmir Vata. Hellau! Eine Frage bleibt am Ende an die Brigade Culinaria: Wie schmeckt eigentlich ein Wolfsburger? |
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