| Danke, Kloppo! |
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| Geschrieben von Michael | |
| 12.04.2010 | |
![]() Alter! Geh zum Frisör und lass Dir die Haare schneiden. Liebe Grüße, Deine Frisören-Innung (Quelle: Zaunsturm1905.de) Es ist das zweite Heimspiel der 05er, seit ich Inhaber einer Dauerkarte bin, das ich krankheitsbedingt verpasse. Das erste ist gar nicht mal lange her, war magendarmbedingt gegen – interessanterweise ebenfalls eine schwarz-gelbe – Alemannia aus Aachen. Am Ende stand es 0:3 und mein Genesungsprozess wurde zusätzlich massiv verlangsamt. Dieses Mal hinderte mich ein mittelschwerer Hexenschuss daran, das Stadion aufzusuchen. Also musste ich in der stabilen Seitenlage das Spiel auf Sky verfolgen, in einer Mischung aus Zugedröhntheit (wer behauptet da, Ibuprofen habe keine Nebenwirkungen?) und Zuckerschock (Massaker an zwei Schokohasen). Das Spiel plätscherte so vor sich hin, Heinz musste zweimal gegen Barrios klären, einmal kratze Elkin Soto die Kugel von der Linie. Malik Fathi war wieder mal gelebtes Phlegma auf dem Platz, Filip Trojan ließ sich von Mister Marcel „Ich trage ein Haarband, obwohl ich gar keines brauche“ Schmelzer abkochen – und vorne mühten sich überraschend Adam Szalai und Aristide Bancé gegen den Dortmunder Abwehrriegel meist vergebends (wer den Spitznamen „Kinderriegel“ erfunden hat im Zusammenhang mit Mats Hummels und Neven Subotic möge sieben Jahre Auswärtsspiele von Rot-Weiß Ahlen besuchen!). Eine beliebte Floskel beim Fußball-Bullshit-Bingo ist übrigens auch „wie aus dem Nichts“ – doch nie war sie treffender als am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr. Einwurf Zabavnik, Adam Szalai nimmt den Ball an, umringt von fünf bis acht Dortmundern, tanzt ein bisschen auf der Briefmarke (btw: nette Idee bei Flutlicht), lässt am Schluss noch Hummels ins Leere grätschen und versenkt das Leder, das ja gar kein Leder mehr ist, vom „bonbon-farben“ gekleideten Torhüter Weidenfeller aus gesehen rechts unten im Eck. Ich in meiner Mischung aus Zugedröhntheit und Zuckerschock nahm die Bude eher irritiert zur Kenntnis. Tor? Hä? Vom Szalai? Kein Abseits? Kein Stürmerfoul? (Keine rote Karte?) Das ist ja, als würden Robert Nikolic und Ranisav Jovanovic gemeinsam ein Tor erzielen. Tor. Unfassbar. Leider fiel mein Torjubel angesichts der latenten Bewegungsunfähigkeit eher sparsam aus. Ein angedeutetes ungläubiges Kopfschütteln – mehr ging nicht. Glücklicherweise waren die Jungs in rot und weiß so nett, und beließen es angesichts meines Gesundheitszustandes bei diesem einen Treffer. Jede weitere positive Gemütsregung hätte mich wohl ins Schmerzkoma fallen lassen. Noch was? Ach ja, wie mir später zu Ohren kam, war der Stimmungsboykott doch irgendwie da, wenn auch nicht so, wie sich das die Beteiligten vielleicht vorgestellt hatten. Kloppo, (S)ubotic, Feulner und Zidan wurden standesgemäß begrüßt, gerade Erstgenannter musste wohl ziemlich viele Hände schütteln, dürfte sich dafür anschließend aber auch über die kleine Gästekabine mokieren (naja, mit einem Augenzwinkern) und die seherischen Fähigkeiten von Jugendkoordinator Volker Kersting („Wir gewinnen 1:0 durch ein Tor vom Szalai“) abqualifizieren („Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn!“). Alles in allem war es wohl ein Spiel wie das Motto der WM 2006: Zu Gast bei Freunden. So soll es sein. Danke, Kloppo! PS: Dem Genesungsprozess hat der Heimsieg übrigens keine Ent- oder Beschleunigung beschert. Ergo bewege ich mich auch jetzt noch wie Robocop mit zu wenig Öl in den Gliedern. |
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