| [x] Rekordsaison - check! |
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| Geschrieben von Michael | |
| 19.04.2010 | |
![]() Svensson gegen van Nistelrooy (Quelle: Rheinhessen-on-tour.de) Wenn man sich die Hamburger Aufstellung vor dem Anpfiff mal so ansah, dann konnte einem schon ein wenig Angst und Bange werden. Spieler wie Frank Rost, Ruud van Nistelrooy und Ze Roberto haben schon einen gewissen Klang, Nachwuchstalente wie Marcus Berg und Jerome Boateng haben schon ihre Klasse bewiesen. Woran es dieser Mannschaft krankt, wurde allerdings am Samstag deutlich sichtbar. Es stimmt im Kopf irgendwie nicht. Dazu gesellen sich einfache Fehler, bedingt durch fehlende Konzentration und Selbstüberschätzung – und ein exzellent eingestellter, bissiger Gegner, der defensiv kompakt steht, der gut verschiebt, dazu vorne einen Knipser und hinten einen kleinen Gott hat. Einen ersten kleinen Schrecken versetzte den mitgereisten wie vor dem Fernseher versammelten Fans die frühzeitige Auswechslung von Elkin Soto. Schon nach sieben Minuten musste der Kolumbianer (offizielle Sprachregelung: Rücken – Elkin, ich bin in Gedanken bei Dir!) runter, für ihn kam Florian Heller. Der übernahm die rechte Außenbahn, während der dort eingesetzte Miro Karhan zu Eugen Polanski ins Zentrum rückte. Dort hatten der Slowake und der ehemalige U21-Nationalspieler zwar einiges zu tun mit den durchaus ballsicheren Hamburgern, doch das machten sie – unterstützt durch die offensive Dreierreihe, durch “Rammbock” Bancé und eine fast bombensichere Defensive – bestens. Die dicken Chancen hatten denn auch zunächst die 05er. Die größte köpfte Bancé nach klasse Vorarbeit von Andre Schürrle aus fünf Metern knapp neben das Gehäuse – doch später machte er es besser. Nach 20 Minuten konterten die Mainzer wieder über Andre Schürrle – der fand den richtigen Moment zum Pass in die Spitze, wo Bancé alleine auf und davon gehen konnte – und Frank Rost aus 20 Metern keine Chance ließ. Das Leder schlug flach links unten ein. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnte der HSV so etwas wie eine Drangphase entwickeln. Doch bei Chancen von Tesche und Berg reagierte Heinz Müller wieder einmal sensationell – und sicherte so letztendlich den Sieg. Denn in der zweiten Hälfte kam von den Hamburgern nicht mehr viel. Ein paar Worte zum beliebten Fairplaygedanken in Zusammenhang mit dem Hamburger Jarolim. Zugegeben, eigentlich ist es ja albern, sich über dessen Verhalten aufzuregen. Das wäre ja, als würde man dem Teufel vorwerfen, dass er einen Pferdefuß hat und nach Schwefel riecht. Dennoch zwei Szenen: Ein Hamburger liegt nach einem harten Zweikampf (aber ohne Foul!) am Boden, die 05er spielen sofort klaglos den Ball ins Aus, damit sich der Spieler in Ruhe wieder aufrappeln kann. Auf der Gegenseite haut Jarolim Karhan das Standbein weg, der Schiedsrichter pfeift nicht, Karhan bleibt mit Schmerzen liegen. Dennoch macht sich Jarolim direkt auf den Weg, den nächsten Konter einzuleiten – und spielt erst auf vielfachen Hinweis den Ball ins Aus, regt sich anschließend aber furchtbar auf und beschimft auch noch Karhan. Da muss man sich schon ganz lehmannesk fragen, was für eine Erziehung der Kamerad genossen hat. Im Vorbericht hatte ich ja darauf gehofft, irgendjemand könnte ja mal den Jarolim über die Bande grätschen. Ich korrigiere mich. Das war falsch von mir. Die beste Strafe für so einen Spieler ist es doch, wenn er frühzeitig ausgewechselt wird und anschließend mit einer verdienten Niederlage nach Hause fahren muss. Ätsch! |
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